CDU Rhein-Erft bringt eigene Initiativen beim 38. Bundesparteitag ein

23.02.2026

Unter dem Leitmotto „Verantwortung verpflichtet“ hat die CDU Deutschlands am 20. und 21. Februar 2026 ihren 38. Bundesparteitag in Stuttgart abgehalten. Mit zwölf Delegierten war auch die CDU Rhein-Erft vertreten. Bereits am Vorabend hatte sich die Delegation beim traditionellen NRW-Abend auf die Beratungen eingestimmt.

Der Parteitag stand im Zeichen personeller und inhaltlicher Weichenstellungen. Friedrich Merz wurde als Bundesvorsitzender wiedergewählt. In zahlreichen Debatten und Beschlussfassungen setzte die CDU programmatische Schwerpunkte unter anderem in der Wirtschafts- und Innovationspolitik, bei innerer Sicherheit sowie im Kinder- und Jugendschutz. Das Motto „Verantwortung verpflichtet“ prägte dabei sowohl die inhaltlichen Entscheidungen als auch den Anspruch, politische Antworten mit Augenmaß und Gestaltungswillen zu verbinden.

Zur Delegation aus dem Rhein-Erft-Kreis gehörten die Kreisvorsitzende Romina Plonsker MdL, Gudrun Baer, Ismail Celik, Martina Engels-Bremer, Gereon Gödderz, Gregor Golland MdL, Marcel Grathwohl, André Hess, Dr. Georg Kippels MdB, Margret Mages, Thomas Okos MdL sowie Jennifer Szeyffert.

Vier Initiativen aus Rhein-Erft beschlossen, vier überwiesen

Der Kreisverband brachte insgesamt acht Anträge ein. Vier davon wurden vom Parteitag direkt angenommen.

  • Antrag G02: Bundesweites Lagebild Zwangsverheiratung
    Mit diesem Beschluss wird die Grundlage für eine systematische Erfassung und bessere Bekämpfung von Zwangsverheiratungen geschaffen. Ziel ist es, Kinder und Jugendliche wirksamer zu schützen und Präventionsmaßnahmen auf eine belastbare Datengrundlage zu stellen – ein konkreter Beitrag, Verantwortung im Bereich des Kinderschutzes wahrzunehmen.
  • Antrag G03: Grenzüberschreitenden Jugendaustausch in der Blaulichtfamilie stärken
    Der Antrag fördert den internationalen Austausch junger Menschen bei Feuerwehr, Rettungsdiensten, THW und Hilfsorganisationen. Damit werden Nachwuchsgewinnung, europäische Zusammenarbeit und praktische Krisenkompetenz gestärkt.
  • Antrag P02: „Die Welt zu Gast bei Freunden 2.0“ – Bewerbung um die Fußball-WM 2042
    Der Parteitag sprach sich für eine Bewerbung Deutschlands um die Austragung der Fußball-Weltmeisterschaft der Männer 2042 aus. Vorgesehen ist eine nachhaltige und wirtschaftlich tragfähige Konzeption unter Nutzung bestehender Infrastruktur. Der Antrag knüpft an die positiven Erfahrungen vergangener Turniere an und verbindet sportpolitische mit wirtschaftlichen Impulsen. Der Antrag stammt aus der Feder der Jungen Union Rhein-Erft.
  • Antrag S02: Praxistauglichen Bodenschutz stärken
    Beschlossen wurde zudem eine landwirtschaftsfreundliche Umsetzung der EU-Bodenüberwachungsrichtlinie. Umwelt- und Klimaschutz sollen mit Planungssicherheit und Wettbewerbsfähigkeit für landwirtschaftliche Betriebe in Einklang gebracht werden.

Weitere Anträge in fachlicher Beratung

Vier weitere Initiativen aus Rhein-Erft wurden zur vertieften Beratung an die CDU/CSU-Bundestagsfraktion bzw. an die CDU/CSU-Gruppe in der EVP-Fraktion im Europäischen Parlament überwiesen. Sie betreffen faire Arbeitsbedingungen in Essenslieferdiensten, die Beschleunigung der Schienenmodernisierung durch neue Finanzierungsmodelle, eine praxistauglichere Ausgestaltung des europäischen Vergaberechts sowie die Wahrung demokratischer Debattenkultur im Zusammenhang mit der europäischen Regulierung politischer Kommunikation.

Mit ihren Anträgen hat die CDU Rhein-Erft in verschiedenen Politikfeldern konkrete inhaltliche Beiträge zum Leitmotiv „Verantwortung verpflichtet“ eingebracht – vom Schutz junger Menschen über Sport- und Wirtschaftspolitik bis hin zu Infrastruktur- und Europafragen.

Der 38. Bundesparteitag in Stuttgart hat gezeigt, dass die CDU programmatisch weiter an zentralen Zukunftsfragen arbeitet und politische Verantwortung aktiv gestaltet.