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| Frank Rudolph (Mitte) moderierte den Meinungsaustausch von Willi Zylajew MdB (l.) und Dr. Leonhard Hansen zur Gesundheitspolitik. |
Über aktuelle Entwicklungen der Gesundheitspolitik berichtete der Bundestagsabgeordnete für den Rhein-Erft-Kreis, Willi Zylajew, auf Einladung des Gesundheitspolitischen Arbeitskreises der CDU Rhein-Erft. Weiterer Referent war der Vorsitzende der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein, Dr. Leonhard Hansen. In Hinblick auf die ärztliche Versorgung im Rhein-Erft-Kreis beurteilte er die Koalitionsverhandlungen positiv: „Es läuft auf eine Stärkung und Sicherung der Rahmenbedingungen der ärztlichen Berufsausübung in der ambulanten Versorgung hinaus. Das dient der Sicherstellung der ärztlichen Versorgung auch im Rhein-Erft-Kreis."
Willi Zylajew erläuterte zuvor, dass ein besonderer Fokus in den Beratungen darauf gelegen habe, die ärztliche Versorgung in der breiten Fläche und in allen Fachbereichen sicherzustellen sowie die freie Arztwahl der Versicherten zu gewährleisten. Deshalb seien der Einstieg junger Mediziner in die eigene Praxis zu fördern und Anreize zur Niederlassung von Ärzten in der Fläche und nicht nur am Kölner Stadtrand zu schaffen.
Insgesamt stellen die Akteure im Gesundheitswesen vielfältige Forderungen an Union und FDP. Das wurde im nachfolgenden Meinungsaustausch deutlich, der vom stellvertretenden GPA-Landesvorsitzenden, Frank Rudolph aus Bergheim, moderiert wurde. Viele Diskussionsteilnehmer interessierten sich für die weitere Entwicklung bei der elektronischen Gesundheitskarte und beim Gesundheitsfonds. „Wir brauchen nun endlich nachhaltige Verbesserungen im Gesundheitssystem, die ohne ideologische Scheuklappen angegangen werden müssen. Aber wir können nicht jeder Forderung nachgeben. Vor allem müssen wir die Kosten im Auge behalten", so Zylajew.
Hansen übte Kritik an einer Verzerrung durch Verteilungsmechanismen des Gesundheitsfonds. Er hob jedoch hervor, dass eine Abschaffung eher kontraproduktiv sei: „Der mit dem Gesundheitsfonds etablierte Rahmen für die Finanzierung eines derart komplexen Systems leistet einen wichtigen Beitrag zur sozialen Gerechtigkeit in Deutschland, der nicht fahrlässig aufgegeben werden darf - zumindest nicht, so lange kein anderes System implementiert werden kann, das dieses leistet."