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Keine Baumaterialien von Kinderhand
Kreistag beschließt CDU-Antrag gegen Kinderarbeit
Einstimmig hat der Kreistag einen Antrag der CDU beschlossen, der einen Beitrag zur Verringerung der weltweiten Kinderarbeit leisten soll. „Die Bekämpfung der Kinderarbeit fängt auf der lokalen Ebene an", betonte CDU-Kreistagsmitglied Jochen Naumann in der Sitzung. Demzufolge sollen bei Baumaßnahmen des Kreises generell keine Materialien eingesetzt werden, die durch Kinderarbeit hergestellt wurden. Die Verwaltung wurde vom Kreistag nun beauftragt, dies bei allen Vergaben im Baubereich zu beachten. Eine Prüfung soll dabei anhand vorhandener Zertifikate und Qualitätssiegel für importierte Materialien wie etwa bei Stein- und Holzprodukten erfolgen. „Kinderarbeit ist nach wie vor eine der übelsten globalen Missstände. Weltweit sind 327 Millionen Kinder erwerbstätig. Davon sind mehr als 210 Millionen Kinder regelmäßiger Arbeit von mehreren Stunden täglich ausgesetzt", erläuterte Jochen Naumann die Hintergründe des Antrags. „Viele schuften wie Sklaven und werden wie Ware gehandelt. Fast 70 % der Kinder arbeiten unter gefährlichen Bedingungen, d. h. in Steinbrüchen, Minen, mit Chemikalien und Pestiziden in der Landwirtschaft oder in Fabriken an gefährlichen Maschinen." CDU-Fraktionsvorsitzender Willi Zylajew wies im Antrag auf die Möglichkeiten hin, importierte Baumaterialien daraufhin zu prüfen, ob sie ohne Kinderarbeit hergestellt wurden. Die Verwaltung solle diese Qualitätssiegel bei öffentlichen Bauaufträgen nutzen. Willi Zylajew: „Wir sehen eine Verpflichtung darin, Kinderarbeit abzuschaffen. Materialien, die mittels Kinderarbeit hergestellt wurden, sind bei Baumaßnahmen der öffentlichen Hand strikt auszuschließen. Importierte Baumaterialien dürfen nur dann verwendet werden, wenn sie nachweisbar ohne Kinderarbeit hergestellt wurden."
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